+++Bathmann: Kleinere Klassen statt lange Schulwege – Landespolitik ruiniert Bildungslandschaft auf Kosten der jungen Generation+++
Falkensee/Rathenow, 27.05.2008
Zum Beschluss des Kreistages Havelland, höhere Zuschüsse zur Schülerbeförderung zu zahlen, und dem gleichzeitig drohenden Aus einer dritten 7. Klasse am Jahn-Gymnasium Rathenow erklärt der Kreisvorsitzende der FDP Havelland Torsten Bathmann:
Gute Bildung ist die Grundlage für den Wohlstand von morgen. Es ist eine Verdummung der Eltern, wenn das Land zunächst eine Schule nach der anderen schließt und dann den Eltern eine kostenlose Schülerbeförderung als Trostpflaster verspricht. Damit beschwichtigt man vielleicht kurzfristig den Protest der Eltern. Aber so ruiniert man auch stückchenweise die vielfältige Bildungslandschaft in Brandenburg.
Es ist zudem einfach nicht glaubhaft, wenn nun auch noch Landtagsabgeordnete von SPD und CDU sich über die Schließungspolitik der Landesregierung beklagen. Dieselben Abgeordneten haben doch erst dieses Bildungschaos mit der Änderung des Schulgesetzes im Jahre 2004 ins Werk gesetzt. Nunmehr ist der Bestand von Klassen und ganzen Schulen vom Gutdünken des Bildungsministeriums in Potsdam abhängig.
Wie falsch diese Politik ist, sieht man nun am konkreten Beispiel des Jahn-Gymnasiums, dem das Land die dritte 7. Klasse verwährt, während es noch vor wenigen Wochen die Mindestschülerzahlen für 26 Ober- und Gesamtschulen im Land abgesenkt hat. Da ist doch keine klare Linie mehr zu erkennen, das ist Wahlkampf pur.
Die Klassenstärken müssen gesenkt werden. Die dritte 7. Klasse muss für das Jahn-Gymnasium zugelassen werden. Das Land muss dazu auch die notwendigen Lehrkräfte einstellen und darf nicht länger Bildungspolitik mit Finanzpolitik verwechseln.